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Hey du, stell dir vor, du fährst stundenlang durch rote Staubstraßen, überall nur Soja und Rinder, und plötzlich siehst du Schilder auf Deutsch, hörst Blasmusik und riechst frisch gebackenes Brot. Willkommen in einer der größten und lebendigsten deutschen Siedlungen in Paraguay! Ja, genau, hier gibt es nicht nur eine einzelne deutsche Siedlung, sondern gleich ein ganzes Netz davon, und ich nehme dich heute auf eine richtig spannende Reise mit. Los geht’s!

Die großen deutschen Siedlungen in Paraguay: Wo Tradition auf Tropen trifft

Die bekannteste und wohl beeindruckendste deutsche Siedlung in Paraguay ist definitiv der Mennoniten-Chaco mit den drei großen Kolonien Fernheim, Filadelfia und Neuland. Diese deutsche Siedlung wurde 1927 von kanadischen Mennoniten gegründet, die vor der Wehrpflicht flohen, und ist heute eine eigene kleine Welt. In Fernheim, der ältesten dieser deutschen Siedlungen in Paraguay, wird fast nur Plattdeutsch gesprochen, Kinder lernen erst mit sieben Spanisch, und viele Familien leben noch immer ohne Strom und Auto. Ja, du liest richtig: Diese deutsche Siedlung lebt teilweise noch wie im 18. Jahrhundert, nur eben bei 45 Grad und mit Krokodilen in der Nähe.

Ein paar Kilometer weiter liegt Filadelfia, quasi die Hauptstadt dieser riesigen deutschen Siedlung. Hier gibt es ein eigenes Krankenhaus, ein deutsches Gymnasium, Supermärkte mit Haribo und Knorr, und die Molkerei-Kooperative Chortitzer, die zu den größten Milchproduzenten Paraguays gehört. Wenn du dachtest, eine deutsche Siedlung im Ausland sei nur ein kleines Dorf, wirst du hier eines Besseren belehrt: Filadelfia hat über 20.000 Einwohner und ist das Herz der deutschen Siedlung im Chaco.

Neben diesen drei Chaco-Kolonien gibt es im Osten des Landes noch eine ganze Kette weiterer deutscher Siedlungen in Paraguay, die eher an bayerische oder schwäbische Dörfer erinnern. Die bekanntesten sind Hohenau, Independencia und Obligado. Hohenau wird oft als die deutscheste Stadt Paraguays bezeichnet, hier gibt es Goethe- und Schillerstraßen, ein Oktoberfest und sogar eine eigene Brauerei. Viele Bewohner dieser deutschen Siedlung sprechen noch heute Schwäbisch oder Fränkisch mit ihren Kindern, und samstags wird im Schützenverein geschossen, genau wie in der alten Heimat.

Eine ganz besondere deutsche Siedlung ist Nueva Germania, etwa drei Stunden von Asunción entfernt. Diese deutsche Siedlung wurde 1887 von Elisabeth Nietzsche und Bernhard Förster  gegründet. Heute leben dort  deutschstämmige Familien, und die Geschichte macht diese deutsche Siedlung zu einem echten Kuriosum.

Wie lebt man heute in einer deutschen Siedlung in Paraguay?

Das Leben in einer deutschen Siedlung in Paraguay ist so unterschiedlich, dass man kaum glauben mag, dass alle zur selben Nation gehören. In den konservativen Teilen der deutschen Siedlung Fernant darfst du als Frau nur im Kleid und mit Kopftuch raus, Fotos sind verboten, und Traktoren waren bis vor Kurzem Teufelswerk. In der gleichen deutschen Siedlung, nur 50 Kilometer weiter in Neuland, fahren die Leute schon seit den 50ern mit dem Traktor und haben WhatsApp-Gruppen für die Dorfkoordination.

In den östlichen deutschen Siedlungen wie Hohenau oder Independencia ist es nochmal ganz anders. Hier hast du deutsche Schulen mit Abitur, Satellitenfernsehen mit Tagesschau, und viele fahren alle zwei Jahre nach Deutschland in den Urlaub. Diese deutsche Siedlung lebt quasi wie ein Stück Schwaben in den Tropen, nur mit günstigerem Grund und weniger Vorschriften.

Seit 2015 ziehen auch immer mehr junge Familien in eine deutsche Siedlung in Paraguay, vor allem aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Sie kaufen 50 bis 200 Hektar für 3.000 bis 6.000 Euro pro Hektar und bauen Bio-Rinderfarmen auf. Diese neue Generation macht die deutsche Siedlung wieder bunter und bringt frischen Wind rein.

Warum die deutsche Siedlung in Paraguay auch 2025 noch boomt

Ganz einfach: Nirgendwo sonst auf der Welt kannst du als Deutscher so frei und gleichzeitig so deutsch leben wie in einer deutschen Siedlung in Paraguay. Die Gründe sind immer dieselben:

– Grund ist spottbillig: 10.000 – 25.000 Euro pro Hektar für besten Ackerboden.

– Steuern? Lachhaft: 10 Prozent Einkommenssteuer, keine Erbschaftssteuer, keine Kapitalertragssteuer.

– Deutsche Infrastruktur: In fast jeder größeren deutschen Siedlung gibt es deutsche Schulen, Ärzte, Bäckereien und sogar Bierbrauereien.

– Sicherheit auf dem Land top, und du bist weit weg vom deutschen Regulierungswahnsinn.

Klar, es gibt auch Schattenseiten: Die Hitze ist brutal, die Straßen sind oft Schotterpisten, und Korruption gehört zum Alltag. Aber genau das hält viele ab, und deshalb bleibt die deutsche Siedlung in Paraguay ein echter Geheimtipp. Wer durchhält, wird belohnt: Viele, die vor zehn Jahren in eine deutsche Siedlung in Paraguay gezogen sind, sind heute Millionäre, weil der Bodenwert explodiert ist.

Fazit: Eine deutsche Siedlung in Paraguay ist kein Plan B für Verlierer, sondern Plan A für Menschen, die wirklich selbstbestimmt leben wollen. Hier gibt es keine Gender-Toiletten, keine Wärmepumpe-Pflicht und keinen Rundfunkbeitrag, dafür aber Freiheit, Platz und eine Community, die zusammenhält wie sonst nirgendwo.

Wenn du jetzt neugierig bist, welche deutsche Siedlung in Paraguay am besten zu dir passt, ob eher die konservative im Chaco oder die moderne in Hohenau, dann probiere es auf einer unserer Reisen aus!

Deine nächste deutsche Siedlung in Paraguay wartet schon, pack die Koffer!

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